Über GHK-Cu
GHK-Cu ist ein Kupferkomplex aus dem Tripeptid Glycin-Histidin-Lysin. Das Peptid kommt natürlich im menschlichen Blutplasma vor – und seine Konzentration halbiert sich etwa zwischen dem 20. und dem 60. Lebensjahr. Es bindet ein Kupferion mit außergewöhnlich hoher Affinität und wirkt dadurch als kontrollierter Transporter: Kupfer ist Cofaktor der Lysyloxidase, die Kollagen- und Elastinfasern vernetzt und ihnen ihre Zugfestigkeit gibt, wäre in freier Form aber zelltoxisch. GHK-Cu hält es in einer stabilen Klammer und gibt es dort ab, wo es gebraucht wird. Darüber hinaus beeinflusst der Komplex nachweislich die Aktivität einer großen Zahl von Genen, die mit Gewebeumbau und Reparatur zu tun haben.
Was in Studien beobachtet wurde: GHK-Cu ist seit Jahrzehnten Bestandteil kosmetischer Produkte und in diesem Rahmen am besten untersucht. Kontrollierte Studien zur topischen Anwendung an Gesichtshaut zeigten über 12 Wochen eine messbare Zunahme der Hautdicke, eine höhere Kollagendichte und eine Abnahme der Faltentiefe gegenüber Placebo-Cremes – die Teilnehmerzahlen waren dabei durchweg klein. Als injizierbares Arzneimittel ist GHK-Cu in keinem Land zugelassen; kontrollierte Studien zur Injektion existieren nicht. Die breite genregulatorische Wirkung ist in Zellkulturen gut belegt, in ihrer klinischen Bedeutung aber offen.
In der Anwendungspraxis wird GHK-Cu überwiegend im Kontext von Hautstruktur, Wundheilung und Haarwachstum eingesetzt.






