Über HMG (Humanes Menopausen-Gonadotropin)
HMG, auch Menotropin genannt, ist kein einzelner Wirkstoff, sondern ein aufgereinigtes Gemisch aus FSH und LH zu etwa gleichen Anteilen. Gewonnen wird es aus dem Urin von Frauen nach den Wechseljahren – wenn die Eierstöcke ihre Funktion einstellen, fehlt dem Gehirn die hemmende Rückmeldung und es schüttet dauerhaft große Mengen beider Gonadotropine aus. FSH steuert die Reifung von Ei- und Samenzellen, LH die Bildung von Steroidhormonen. HMG deckt damit beide Arme der Gonadenfunktion ab, während HCG nur den LH-Arm bedient.
Was in Studien beobachtet wurde: HMG ist als Menopur und unter weiteren Namen für die kontrollierte Eierstockstimulation im Rahmen der künstlichen Befruchtung zugelassen und dort seit Jahrzehnten Standard – die Wirksamkeit ist durch zahlreiche kontrollierte Studien belegt. Beim Mann wird es in der Andrologie eingesetzt, um bei ausgefallener Hypophysenfunktion die Spermienbildung wieder in Gang zu bringen, meist in Kombination mit HCG. Dosiert wird nicht in Milligramm, sondern in internationalen Einheiten: Als Naturprodukt schwankt die exakte Zusammensetzung von Charge zu Charge, standardisiert wird auf die gemessene biologische Aktivität.




